ha100212gb Lüneburg. Mit einer großen Enttäuschung endeten für die Jugendfußballer vom MTV Treubund die Futsal-Kreismeisterschaften für U 14-Junioren. Nicht die dritte Mannschaft vom MTV, die das Endspiel gegen das zweite Team des Vereins mit 5:3 nach Strafstoßschießen gewonnen hatte, wurde anschließend zum Sieger erklärt, sondern die Jugendfußballer vom VfL Lüneburg.
Im Halbfinale war der VfL Lüneburg dem Endspielsieger noch mit 0:3 unterlegen, gewann danach das Spiel um Platz drei gegen die erste Treubund- Mannschaft mit 4:2 nach Strafstoßschießen (Anm. d. Red. kein Spiel sondern Strafstoßschießen). Dass jetzt der VfL Lüneburg zu den Bezirksmeisterschaften am Sonntag nach Stade fahren darf, liegt am Regelwerk. Laut Ausschreibung darf nämlich nur eine erste Mannschaft eines Vereins Kreismeister werden. Die Fußball-Bezirksmeisterschaften für C-Junioren werden in Stade am Sonntag, 10.30 Uhr, in den Sporthallen Friedrich-Froebel-Straße und Camper Höhe gleichzeitig ausgetragen.
In der Halle ist die Hölle los
lz100211saf Lüneburg. Die Dritte gewinnt das Finale gegen die Zweite. Aber Meister ist der Drittplatzierte, weil der eine Erste ist. Auf diesen Nenner lassen sich die ersten Futsal-Kreismeisterschaften der U 14 bringen, bei denen sich der VfL Lüneburg den Titel gesichert hat. Und zwar als Gewinner des Spiels um Platz drei. Alles klar?
Als "Meister der Herzen" fühlen sich die Jungs des MTV Treubund III, die sich im Endspiel nach Sechsmeterschießen gegen die Zweite aus ihrem Club durchgesetzt haben. Da laut Ausschreibung aber nur erste Mannschaften Meister werden und den Kreis auf Bezirksebene vertreten können, rückt der VfL hoch. Der bezwang im kleinen Finale pikanterweise den MTV Treubund I.
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - aber was hätten die MTVer machen sollen, wenn ihnen das Regelwerk besser bekannt gewesen wäre? Dann hätte ihre Zweite das Halbfinale gegen die eigene Erste absichtlich verlieren müssen, damit diese den Titel sicher hat. In diesem Fall wäre das Geschrei erst recht groß gewesen, denn mit Fair Play hat das wenig zu tun.
Zwei Mannschaften, die gar nicht gewinnen konnten, standen so aber im Finale - eine absolut ärgerliche Situation, die vor allem den Spielern ganz schwer zu erklären ist. Sollte der NFV-Kreis künftig nur ein Team pro Verein zulassen? Oder einfach diese unsinnige Beschränkung streichen? Irgendetwas sollte in jedem Fall geschehen.
In der Halle war ohnehin wieder die Hölle los. Für Ärger hatten zuvor schon die Wertungsentscheide gegen den FC Hansa gesorgt, der einige Spieler in zwei verschiedenen Jahrgängen eingesetzt hatte - was beim Futsal verboten ist, für Wertungsentscheide und viel Häme sorgte.
Vielleicht sollten sich bei aller Aufregung die Jugendlichen, besonders aber ihre Trainer, Betreuer und Eltern, ausnahmsweise einmal die erwachsenen Kicker zum Vorbild nehmen. Bei denen ist Hallenfußball einfach ein netter Zeitvertreib im Winter - wichtig ist auf dem (Rasen-)Platz. Und dabei sollte es bei allem Ehrgeiz auch in den Jugendklassen bleiben.
Bericht von Andreas Safft aus vom 11. Feb. 10






vom 12. Feb. 10