sprach mit 3. Herren Trainer Sebastian Rehm
ls100114vm Lüneburg. Die vergangenen Kreisliga-Saison war für den MTV Treubund Lüneburg III bitter, schnell stand der Abstieg fest, die Spieler hatten wenig Spaß an ihrem Hobby. Auch in dieser Spielzeit ging es nicht gut los, drei Pleiten in Folge waren ein mehr als mauer Start. Doch die Mannschaft hat sich gefangen, sammelte einige Siege und fand den Spaß am Fußball wieder. Für ganz oben wird es nicht reichen, aber nach den Erfahrungen in der Kreisliga wird darüber kaum jemand im Team traurig sein ....
: Sebastian, 26 Punkte – wie zufrieden bist Du mit der Ausbeute?
Rehm: Wir haben sicherlich den ein oder anderen Punkt liegen lassen. Gerade die ersten Spiele in der Saison liefen alles andere als optimal. Wenn man mit 3 Niederlagen in die Serie startet, muss man wohl auch mit 26 Punkten zufrieden sein.
: Was war der Hauptgrund für die Höhen und Tiefen während der Saison?
Rehm: Der Kader ist deutlich größer als letzte Saison. Dennoch hatten wir bei einigen Spielen akute Personalnot. Gerade die Defensive war davon betroffen. Wir mussten viel umstellen und konnten uns so nur schwer einspielen. Die Abgeklärtheit hat dann in vielen Spielen gefehlt.
: Was bereitet Dir an dem Team am meisten Freude?
Rehm: Im Prinzip alles. Wir sind meist alle nicht mehr die Jüngsten und betreiben den Sport um Spaß zu haben. Ich denke das gelingt uns in dieser Saison recht gut. Die Weihnachtsfeier hat gezeigt, welches Potential auch in diesem Bereich in der Truppe steckt. Da ist noch viel zu erwarten.
: Wo liegen die Stärken des Teams?
Rehm: Wir sind sicher eine der spielstärkeren Truppen in der Liga, mit mehreren Spielern, die für ein Tor gut sind. Teilweise wollen wir das Spielerische aber auch übertreiben.
: Und was muss sich dringend noch verbessern?
Rehm: Wir sollten schauen, dass wir uns nun endlich in der Defensive einspielen und nicht mehr so viele Gegentore bekommen. Außerdem sollten wir auch mal versuchen, den Ball aus 20 Metern aufs Tor zu bringen. Zu viel Klein-Klein ist nicht immer hilfreich.
: Wie siehst Du die junge Spielergeneration?
Rehm: Unser Durchschnittsalter ist sicher eines der Höchsten in der Liga. Hier kann ich also nicht unbedingt aus eigener Erfahrung reden. Die jungen Spieler aus der A-Jugend, die mal aushelfen, legen aber eine gute Einstellung an den Tag.
: Kann man im Hobbybereich eigentlich immer 100 Prozent Konzentration und Engagement verlangen?
Rehm: Sicher, ist es schön, wenn alle 100 Prozent geben. Ich denke, auf dem Platz sollte man das auch erwarten. Neben dem Platz ist das sicher schwierig. Gerade für die Spieler mit Familien. Es ist halt immer noch eine Nebensache.
: Was könntet ihr Trainer in der Rückserie anders machen?
Rehm: Ich denke nicht, dass wir sehr viel anders machen werden.
: Auf welchem Platz steht Dein Verein am Ende der Saison?
Rehm: Die 3 Mannschaften über uns stehen auch zu Recht vor uns. Unser Ziel wird es sein, den vierten Platz zu sichern. Mit Glück könnte auch Rang 3 zu erreichen sein.
: Sind Verstärkungen geplant?
Rehm: Wir werden unverändert in die Rückserie gehen.
Interview und Foto von Volker Mai aus vom 14. Jan. 2010






