
lz100523 Lüneburg. In dieser Verfassung wird der MTV Treubund keine Zukunft mehr in der Fußball-Bezirksoberliga haben. Die SV Eintracht gewann das Stadtderby mit 2:0 (1:0). "Das Einzige, was wir uns vorwerfen können, ist die schlechte Chancenverwertung", meinte SVE-Coach Carsten Lorenzen.
Der MTV ist auf Platz 13 abgerutscht, kann nicht mehr aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen - und müsste bei einer Niederlage am Montag gegen Etelsen sogar den vorzeitigen Abstieg befürchten.
|
|
30. PunktspielSV Eintracht Lüneburg - MTV Treubund Lüneburg2 : 0 ( 1 : 0 ) |
|
Kolle erzielte nach einer Flanke von F. Reinecke per Kopf die Führung (4.) und bereitete zudem das 2:0 vor - seine Vorarbeit verwertete Rodin per Heber (65.). Der MTV hatte nur zwei Chancen im ganzen Spiel durch V. Harms und Neumann, ansonsten war die Offensive ein Totalausfall. "Wir haben alles vermissen lassen", klagte Trainer Manfred Vogt.
Bericht aus vom 23. Mai 2010
Treubund bracht jetzt Schützenhilfe
ls100522vm Lüneburg. „Das ist ein absolut verdienter Derbysieg, wir hatten noch mindesten drei 100-prozentige Chancen, der Erfolg hätte noch deutlicher ausfallen können. Die 1. Halbzeit war noch ausgeglichen, da haben wir uns etwas abgetastet, aber im 2. Durchgang hatten wir mehr Puste und konnten das Tempo hoch halten. Mit der 2. Halbzeit bin ich sehr zufrieden, der MTV hat nach vorne doch wenig gemacht. Hinten standen wir mit Hopp und B. Lorenzen sicher, im Mittelfeld hat A. Reinecke alles weggearbeitet“, so SVE-Trainer Lorenzen. Tore 1:0 Kolle (5.) mit dem Kopf nach Flanke F. Reinecke 2:0 Rodin (65.) mit einem Heber über den MTV-Torwart
Bericht von Volker Mai aus vom 22. Mai 2010
Mehr Spannung geht nicht
lz100521saf Lüneburg. Derbys in der Fußball-Bezirksoberliga sind aus Prestigegründen ohnehin immer brisant - wenn sich zwei Vereine aus der Stadt Lüneburg gegenüberstehen erst recht. Dieses Mal aber, am Sonnabend um 16 Uhr auf der Hasenburg, steht wesentlich mehr als das Renommee auf dem Spiel:
Der MTV Treubund wandelt am Abgrund, und ausgerechnet die SV Eintracht Lüneburg kann dafür sorgen, dass der Ortsrivale den Halt verliert. Am Pfingstmontag müssen dann beide gleich noch einmal ran, wobei dem MTV an der Uelzener Straße gleich das nächste "Endspiel" gegen den bis dato punktgleichen TSV Etelsen bevorsteht. Die SVE gastiert dann beim noch tiefer im Abstiegssumpf steckenden SV Nienhagen. Mehr Spannung geht nicht.
Die Gefahrenzone ist dicht gedrängt, vielerorts regiert vor diesem Doppel-Spieltag der Rechenschieber. Wie viele Punkte braucht der MTV Treubund mindestens, um seine Position knapp über dem Strich zu verteidigen ? "Ich wünsche mir natürlich sechs", antwortet MTV-Interimstrainer Manfred Vogt und erläutert seine Gedankenspiele: "Ob das ein realistisches Ziel ist ? Es klingt vielleicht etwas vermessen. Klar ist, dass wir am Montag gegen Etelsen gewinnen müssen, um die hinter uns zu lassen. Und eigentlich gibt es in unserer Lage auch keine Alternative zu einem Sieg bei der Eintracht. Wobei ein Unentschieden vielleicht realistischer ist und auch schon ein Erfolg für uns wäre."
Denn Vogt verschwendet keinen Gedanken daran, dass es vom Ortsrivalen Nachsicht gibt: "Die werden alles daran setzen, zu gewinnen. Im Derby gibt es keine Geschenke. Und letztlich muss man seine Punkte ohnehin selbst machen, da helfen einem alle Gedankenspiele nicht weiter. Ideal wäre für mich zum Beispiel, wenn wir am Sonnabend gewinnen und gleichzeitig Etelsen Celle schlägt. Wenn wir dann am Montag noch Etelsen schlagen, haben wir beide jetzt punktgleiche Kontrahenten distanziert."
Wunschdenken. Der Idealfall tritt nur selten ein. Wahrscheinlicher ist, dass über das Wohl und Wehe des MTV erst der letzten Spieltag (29. Mai) mit dem Heimspiel gegen Uphuden entscheidet. Und dabei ist vielleicht sogar das Torverhältnis ausschlaggebend, das der MTV vor Wochenfrist mit dem 6:1 in Worpswede ausgeglichen hat. "Da war noch mehr möglich - hoffentlich tut uns das nicht noch weh", bangt Vogt, der wohl die derzeitige Bestbesetzung zur Verfügung hat.
Leistet die Eintracht Schützenhilfe, weil ihr ein Auswärtsspiel ein paar hundert Meter Luftlinie lieber ist als zum Beispiel in Worpswede oder Etelsen ? "Worpswede ist auch schön. Das ist doch ein sehenswertes Künstlerdorf", antwortet SVE-Trainer Carsten Lorenzen launig, um dann ernster zu bekräftigen: "Wir wollen an diesem Wochenende sechs Punkte holen. Gegen Nienhagen muss man gewinnen, das ist unser klares Ziel. Und ein Stadtderby darf man nicht verlieren."
Lorenzen ist bekannt für seinen Ehrgeiz und nie gewillt, etwas zu verschenken. Aber er gibt auch zu: "Es wäre schon schade, wenn dieses Spiel wegfallen würde. Derbys fand ich schon zu meiner Aktivenzeit sehr reizvoll. Aber wir sind nicht für die Situation des MTV verantwortlich, die hätten ihre Hausaufgaben früher machen müssen. Dafür sind wir dann am Montag wieder hilfreich, wenn wir zu ihrem Konkurrenten Nienhagen fahren."
Da die Rotsperre von Schick nach einem Spiel abgesessen ist, B. Lorenzen nach leichter Gehirnerschütterung wieder im Training steht und Kolle aus seinem Studienort Mainz anreist, ist die Personallage nicht mehr so angespannt wie zuletzt.
Bericht von Andreas Safft aus der vom 21. mai 2010.
Berzirksoberliga Stadtderby am Samstag auf der Hasenburg
ls100520vm Lüneburg. Der MTV muss Samstag bei der Eintrachtb ran, Volker Harms bleibt gelassen: „Die Emotionen halten sich in Grenzen. Auch in einem Derby geht es „nur“ um drei Punkte. Ich hoffe auf eine gute Kulisse. Was will man als Fußballspieler mehr? Auf Grund der Tabellensituation mit einem Heimspiel im Rücken ist Eintracht Favorit. Eintracht ist in allen Mannschaftsteilen gut besetzt. Gleichwohl rechnen wir uns schon etwas aus.“
Wie wichtig ist der Ligaerhalt für den Lüneburger Fußball? „Ich denke schon, dass es für Lüneburg interessant wäre, auch weiterhin ein Stadtderby zu haben. Bereits der Abstieg von Neetze war für den Lüneburger Fußball negativ. Mit Bienenbüttel steht ja ein weiteres Landkreisderby bevor, was auch für die Zuschauer interessanter ist, als Spiele gegen Mannschaften aus anderen Landkreisen.“
SVE-Trainer Carsten Lorenzen freut sich auf das Spiel gegen den MTV: „Ein Stadtderby hat immer einen ganz besonderen Reiz. Die Spieler kennen sich, sehen sich in der Stadt und stehen sich dann gegenüber kämpfen um Punkte. Wir werden von unserer Seite keine Emotionen in das Spiel bringen, sondern pure Leidenschaft, Wir haben nichts zu verschenken und werden es auch nicht.“
Rein sportlich gesehen wünscht Lorenzen dem Gegner den Ligaerhalt: „Denn so ein Derby ist immer ein Zuschauermagnet und das macht den besonderen Reiz aus. Ich spiele lieber ein Stadtderby als zum Beispiel gegen Osterholz II auf irgend einen Nebenplatz.“
Der Coach geht von einem packenden Duell aus: „Der MTV steht mit dem Rücken zur Wand, die müssen unbedingt Punkten und werden dieses mit aller Macht versuchen, Daher ist das eine ganz unangenehme Aufgabe für uns. Wir müssen zu jeder Zeit absolut konzentriert sein.“
Nach dem "weiten" Auswärtsspiel am Samstag kommt Etelsen am Montag
|
|
31. PunktspielMTV Treubund - TSV EtelsenMo. 24. Mai 15:00 |
|
Montag kommt Etelsen, nur ein Sieg zählt: „Um im Abstiegskampf gegen einen unmittelbaren Konkurrenten einen Schritt voranzukommen, hilft gegen Etelsen nur ein Sieg. Dies ist auch die Zielsetzung. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung durch Zuschauer und Fans, damit wir einen wirklichen Heimvorteil haben.“
Angeschlagen sind derzeit Carsten Schreiber, Karsten Wardatzky und Christian Losch. Ich gehe jedoch davon aus, dass alle bis zum Wochenende fit sind.
Bericht von Volker Mai aus vom 20. Mai 2010








