Bornreihe bleibt vieles schuldig und scheidet mit einer 0:2-Niederlage bei Treubund Lüneburg aus dem Niedersachsenpokal aus

1h smalwk160725wm Lüneburg/Bornreihe. Trainer Andre Lütjen fand gleich nach Spielschluss markige Worte: „Das war von uns ein saft- und kraftloser Auftritt. 20 bis 25 Minuten waren okay, ansonsten war das enttäuschend.“ Lütjen und sein Trainerkollege Bernd Böschen hatten sich deutlich mehr versprochen vom Auftritt des SV Blau-Weiß Bornreihe in der Qualifikationsrunde des Fußball-Niedersachsenpokals beim MTV Treubund Lüneburg. Doch es fehlte an vielem, so verabschiedeten sich die „Moorteufel“ frühzeitig mit einer verdienten 0:2 (0:1)-Niederlage aus dem Pokalwettbewerb.

Diesen Rückschritt hatten die Coaches so nicht auf dem Schirm gehabt. Das Team hatte bei der eigenen Sportwoche ansprechende Leistungen gezeigt, die zum verdienten Turniersieg geführt hatten. Doch von jenem Elan war in Lüneburg über weite Strecken nicht viel zu sehen. „Die Beine waren schwer, das war vielen Spielern deutlich anzumerken“, sagte Lütjen. Doch der Coach wollte das nicht als Entschuldigung gelten lassen, Lütjen und Böschen hatten im Gastspiel bei dem Landesligisten mehr erwartet.

Daniel Griesbach stand zwischen den Pfosten. Da Jonathan Schäfer noch fehlte, bildeten wie bei der Sportwoche Alexander Huhn und Steffen Dietrich die Innenverteidigung. Außen agierten Kevin Sammann und Christian Leopold, davor Teamkapitän Nils Gresens als einziger Sechser. Dieser Defensivverbund stand zunächst sicher, der Oberliga-Aufsteiger aus dem Teufelsmoor dominierte die Partie deutlich. Es gab Chancen fast im Minutentakt, doch Lennart Uhlhorn, Hendrik Lütjen, Christian Leopold und Sönke Jahn ließen die nötige Entschlossenheit vermissen. Anfangs schien Bornreihe die mit insgesamt acht A-Junioren agierenden Hausherren überrennen zu wollen. Doch es kam ganz anders. Quasi aus dem Nichts heraus ging Lüneburg in Führung. Leon Perera lief auf Griesbach zu und ließ dem Schlussmann keine Chance (23.).

Dieser Wirkungstreffer saß. Bornreihe verlor den Faden. Die junge Lüneburger Truppe wurde immer frecher, so ging die Pausenführung des MTV Treubund durchaus in Ordnung. Doch Bornreihe reagierte trotzig, das Team erhöhte gleich nach dem Wiederbeginn die Schlagzahl. Bornreihe machte Druck, nun lief es deutlich besser. Allerdings nur kurzzeitig, nach nur rund fünf Minuten erlahmte der letzte Widerstand. Besser gesagt mit dem Tor zum 2:0, das Daniel Griesbach mit auf seine Kappe nehmen musste. Eine Freistoßflanke flog durch den Bornreiher Strafraum, Griesbach eilte aus dem Tor, verpasste aber den Ball. So hatte Nino Pinnow-Karow leichtes Spiel und schob ein (49.).

Das Bornreiher Trainergespann Böschen/Lütjen stellte unmittelbar nach dem zweiten Tor um: Michel Waldow wurde für Philip Bähr eingewechselt, und Dennis Ölge rückte als zweite Spitze nach vorne. Doch auch die offensivere Ausrichtung blieb ohne Wirkung. Bornreihe schaffte es nicht, Druck aufzubauen, stattdessen brannte es mehrfach lichterloh im Strafraum der Gäste. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in der letzten halben Stunde noch eine richtige Torchance hatten“, sagte ein hörbar ernüchterter Andre Lütjen.

Bericht von Werner Maas (Weser-Kurier)

   
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