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Abstiegskampf hat begonnen

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Trainer Gerd Bruns legt nach dem Fehlstart beim MTV Treubund die Messlatte niedriger

Landeszeitung

lz90901re Lüneburg. Für den MTV Treubund schien in der Fußball-Bezirksoberliga seit dem Aufstieg im Sommer 2007 nur die Sonne. Jetzt lernen die Lüneburger erstmals seit Jahren des Höhenflugs die Schattenseite kennen: Drei Niederlagen am Stück mit dem deftigen 0:4 beim bisherigen Schlusslicht Rotenburg als negativem Höhepunkt. Trainer Gerd Bruns nimmt Stellung zum Fehlstart des MTV.

Das Trainer- u. Betreuergespann Martens, Bruns u. Sachs (v.l) ist ratlos. Foto:mip

LZ: Mit Nüsken, Welzel, Posnanski, Harms, Warsitzka, Schellin und Ziemer fehlten am Sonntag gleich sieben Spieler, die in der letzten Saison Stützen waren. Auf dem Platz stand eine bessere A-Jugend, ein ganz junges Team, das offenbar überfordert ist?

Bruns: Es gibt Leute im kritischen Umfeld, die mehr von den Jungen erwarten - ich nicht. Ich wusste von Anfang an, dass sie Zeit brauchen. Dass es allerdings so schlimm kommt, konnte keiner voraussehen. Uns sind zu viele Stützen auf einmal weggebrochen.

LZ: Erklärt das allein die höchste Niederlage seit der Zugehörigkeit zur Bezirksoberliga?

Bruns: Nein, sicher nicht. Rotenburg hat uns auch vorgemacht, wie man auftreten muss, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht. Da fehlt den vielen jungen Leuten auch die Erfahrung.

LZ: Wann bessert sich denn die Personalsituation wieder?

Bruns:
Die Urlauber Nüsken und Welzel sind am Wochenende wieder da, haben aber zwei Wochen nicht trainiert.

LZ: Und Torjäger Schellin ?

Bruns: Er hat jetzt wieder am Mannschaftstraining teilgenommen, ich hoffe, dass er am Sonnabend auf der Bank sitzt - und dann auch eingewechselt werden kann.

LZ: Am Sonnabend steht das Derby gegen die Eintracht an. Ein guter oder ein ungünstiger Zeitpunkt?

Bruns: Ich drücke mich grundsätzlich vor keiner Aufgabe, einen guten oder schlechten Zeitpunkt gibt es für mich nicht. In einem Derby kann auch diese Mannschaft zeigen, dass sie sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen kann.

LZ: Wie gefährlich sehen Sie die Lage - hat der Kampf um den Klassenerhalt angesichts von sieben Absteigern schon begonnen?

Bruns: Für mich schon. Es ist derzeit schwierig, sieben Mannschaften zu finden, die wir hinter uns lassen können. Was aber nicht heißen soll, dass ich schwarz sehe. Ich lasse mich noch nicht verrückt machen, wir haben genug Qualität, das zu schaffen. Aber grundsätzlich ist es nach einer sehr erfolgreichen Saison immer schwierig, daran wieder anzuschließen.

LZ: Hat auch die Mannschaft den Ernst der Lage erkannt?

Bruns: Da muss ich in dieser Woche nochmal reinhören...

LZ: Können zumindest vorübergehend einige Routiniers wie Posnanski noch einmal helfen?

Bruns: Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Außerdem hat er wegen seines Berufs nicht einmal trainiert.

LZ: Und Volker Harms, der immer fit ist?

Bruns: Auch das ist nicht angedacht.

LZ: Was also bleibt zu tun, um aus der prekären Lage wieder herauszukommen?

Bruns: Erst einmal muss man realistisch sehen, dass es ab sofort nur darum gehen kann, wieder über den Strich zu kommen. Und dafür muss man die Mittel einsetzen, die nötig sind, um im Abstiegskampf zu bestehen.

Interview von Holger Remus aus Landeszeitung vom 1. September 2009

 
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